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Dr. Bashar al-Ja’afari: Wer sind die Terroristen in Syrien?

syrischer Botschafter

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender MSNBC antwortet der UNO-Botschafter der Syrischen Arabischen Republik auf die Fragen einer „Journalistin“ (diese Bezeichnung kann man getrost in Anführungszeichen setzen, denn mit Journalismus hat diese Tätigkeit nichts zu tun. Diese Person ist nichts weiter als eine Propagandistin der USA-Administration!). Dabei geht er auch auf die Frage ein, welche Rolle die militärische Hilfe Rußlands für Syrien spielt. Angesichts der verlogenen Propaganda durch diesen Fernsehsender, ist es von großer Bedeutung, daß der Botschafter Dr. al-Ja’afari hier einige Dinge klarstellt.

Dr. al-Ja’afari (ab ~1:00): „…Es gibt da eine Art Mißverständnis hinsichtlich des Einsatzes des russischen Militärs im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien. Wir haben hier ein großes Problem zwischen der Herangehensweise des Westens und dem syrisch-russischen Herangehen. Das betrifft die Definition des Terrorismus: Wer ist Terrorist, und wer ist kein Terrorist? Für uns in Syrien sind alle diejenigen, die gegen die Regierung kämpfen, Terroristen. Natürlich schließen wir hier die nationale Opposition aus, diejenigen also, die keine Waffen gegen ihr eigenes Land und ihre eigenen Leute verwenden.

So sind für die Russen, wenn sie sagen, daß sie gegen ISIL und ISIS und alle dazugehörigen Gruppen von ISIS kämpfen, die alle auf Al Qaeda zurückzuführen sind, gleich welches Etikett Sie ihnen geben und wie sie sich nennen, alle auf Al Qaeda zurückzuführen. Wir kämpfen hier also gegen denselben Feind, theoretisch gesagt, mit den Amerikanern … und mit der durch die USA geführten Kolation, um den Terrorismus zu bekämpfen. Also, …wir sollten genauer darüber sein …was die Ziele des russisch-syrischen Militärs im Kampf gegen den Terrorismus sind.“

MSM: [„..blabla-blabla … Faßbombardierung durch das ‘Regime’…“]

Dr. al-Ja’afari: „Mal schlicht gesagt – wir sind kein ‘Regime’, sondern wir sind die legitime Regierung eines souveränen Landes, das Mitglied der Vereinten Nationen ist. Wir sind eine Regierung, wie jede andere Regierung auch, einschließlich der Regierung der USA.“

MSM: [„blabla-blabla … bombardiert Bürger“]

Dr. al-Ja’afari: „…reden wir hier über die Ausländer, über die Söldner, die von ausländischen Mächten, von ausländischen Geheimdiensten hergeschickt und trainiert wurden. Wenn die syrische Regierung diese Terroristen in Syrien bekämpft, wo auch immer sie sind, so greifen wir nicht die Zivilbevölkerung an. Im Gegenteil: das Problem mit dem wir uns konfrontiert sehen ist, daß wir riesige Städte, wie zum Beispiel al-Raqqa in Syrien nicht befreien können, da sie das Zentrum von ISIL ist. Der Grund ist sehr einfach: In dieser Stadt gibt es 800.000 Einwohner. Und ISIL nimmt diese Bürger als menschliches Schutzschild. So können wir diese Stadt nicht angreifen, um – hart gesagt– dreitausend Terroristen von ISIL zu töten… der Preis dafür wäre zu hoch. Wir reden hier über fast 1 Million Einwohner, die in al-Raqqa leben.“

MSM: [„blabla-blabla … (liest den Script vor mit der Standardfrage über den Rücktritt des Präsidenten al-Assad)“]

Dr. al-Ja’afari: „Die Idee vomRücktritt eine jeden Präsidenten in der Welt, einschließlich des USA-Präsidenten, obliegt den Menschen … Kein Präsident sollte zurücktreten, weil irgendeine ausländische Macht ihn darum bittet, das zu tun. Das ist falsch, das ist illegal, das ist  ungesetzlich.

Präsident Assad wurde vom syrischen Volk gewählt, und es obliegt einzig und allein dem syrischen Volk, über sein Schicksal zu entscheiden. Jede Einmischung, in dieser Beziehung, von einer beliebigen ausländischen Macht, ist eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten. Und das widerspricht dem internationalen Recht.

Wir in Syrien, ja, wir sind wir offen für jede politische Ansiedlung, wenn sie auf folgenden Grundsätzen beruht:

  1. Respektierung der Souveränität und der territorialen Integrität Syriens, Einhaltung des Grundsatzes der Nicht-Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten.
  2. Die Ansiedlung sollte von Syriern selbst getan werden und von den Syriern geführt. Sie sollte in Übereinstimmung mit dem Genfer Communiqué 1 erfolgen, wie Sie wissen.
  3. Oberste Priorität ist es, daß Druck auf die Nachbarländer Syriens ausgeübt wird, daß sie ihre Grenzen zu uns schließen, damit die Infiltration von Tausenden ausländischen Terroristen und Söldnern aufzuhören, die aus aller Welt eingesammelt wurden und über unsere gemeinsamen Grenzen mit Nachbarländern nach Syrien geschickt wurden. Alle diese Strategien sollten aufhören, um dem syrischen Volk, der syrischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft – und Herrn de Mistura – die Möglichkeit zu geben, die politische Ansiedlung fortzusetzen.”

*Das vollständige Interview sehen Sie hier (Englisch)

Siehe auch:
Syrien: Rußland kämpft gegen NATO-Terroristen (engl.)


Syria’s Ambassador to the UN, Dr. Bashar al-Ja’afari, on Russia’s involvement in fighting (international) terrorism in Syria

Dr. al-Ja’afari (from ~1:00): „There is a kind of misunderstanding, with regard to Russian moves in combatting terrorism in Syria. There is a big problem between the western approach and the Syrian-Russian approach. Its with regard the definition of terrorism: who is terrorist and who is not terrorist? For us in Syria, all those who are fighting the government are terrorists. Of course here we are excluding the national Opposition, those who are not using arms against their own country and their own people.

So, for the Russians, when they say they are fighting ISIL and ISIS and all the affiliated groups of ISIS, which all derive from al-Qaeda, as you know–whatever the label they call themselves is, they are all deriving from al-Qaeda.  So we are here fighting the same enemy, theoretically speaking, with the Americans…and the US-led colation to combat terrorism. So, …we should be specific about…what would be the targets of the Russian-Syrian move in combatting terrorism.”

[MSM puppet ‘journalist’: blah blah, … barrel bombing by the ‘regime’…]

Dr. al-Ja’afari: Humbly speaking…we are not a ‘regime’, we are a legitimate government of a sovereign country-member of the United Nations. We are a government equal to other governments including the American administration.”

[MSM propagandist: …blah blah “… bomb civilians”}

Dr. al-Ja’afari: “…what we are talking about foreigners, about mercenaries mobilized, sent, trained by foreign powers, foreign intelligence. When the Syrian government attacks these terrorists in Syria, wherever they are, we are not attacking the civilians. On the contrary, the problem we are facing is that we cannot liberate, for instance, huge cities such al-Raqqa in Syria, which is the capital of ISIL. The reason is very simple: its because there are 800,000 civilians inside. So, ISIL is taking the civilians as human shields. So we cannot attack this city, heavily speaking, in order to kill 3000 terrorists from ISIL… the price would be highly costly. We are talking about almost 1 million civilians living in al-Raqqa.”

[MSM script-reader:  blah blah (insert standard question about President al-Assad stepping down)]

Dr. al-Ja’afari: “The idea of stepping-down, for any president in the world, including the American president, is up to the people… No president should step down just because a foreign power is asking him to do so. This is wrong, this is illegal, unlawful.

…President Assad was elected by the Syrian people, and its up to the Syrian people to decide for his destiny. Any interference, in this regard, from any foreign power, is an interference into domestic affairs. And this runs against international law.

We in Syria, yes, we are open to any political settlement, based on the following principles:

  • First, respecting the sovereignty of Syria, territorial integrity and the principle of not interfering into our domestic affairs.
  • Second, the settlement should be done by Syrians themselves, led by the Syrians….which is in accordance with Geneva Communiqué 1 as you know.
  • Third, the priority of all priorities is to exert pressure on the neighbouring countries of Syria to shut down their borders with us and to stop the infiltration of thousands of terrorist-foreigners, mercenaries, gathered from all over the world and sent to Syria through our joint borders with neighbouring countries. All these strategies should stop, in order to give the Syrian people and the Syrian leadership and the international community – and Mr. de Mistura – the possibility to go ahead with the political settlement.”

*watch interview HERE

Quelle: IN GAZA

Foto: UNO-Botschafter der Repiblik Syrien, Dr Bashar al-Ja’afari (Webfoto)

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Erzbischof Jacques Behnan Hindo. Screenshot: YoutubeErzbischof Jacques Behnan Hindo. Screenshot: Youtube»Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, dass die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Dies finde ich äußerst beunruhigend«, erklärt Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, »denn damit gesteht er ein, dass sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen«. »Die westliche Propaganda«, so der syrisch-katholische Erzbischof, »redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: In der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al-Qaida in Syrien«.

»Dies alles ist sehr beunruhigend. Diese Supermacht protestiert 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al-Qaida in Syrien bombardieren. Was bedeutet das? Dass Al-Qaida sich nun mit den USA verbündet hat, nur weil sie in Syrien anders heißt? Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?»

»Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss und nicht der IS oder der Westen«, so Erzbischof Hindo im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur Fides. »Eines ist gewiss: wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen.«

Quelle: Fides / RedGlobe

Dieser Artikel unterliegt einer Creative Commons Lizenz

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KKE

BEKANNTMACHUNG DES PRESSEBÜROS ÜBER DIE UNMÖGLICHE BESCHULDIGUNG DER KKE-KADER DURCH DIE UKRAINISCHE REGIERUNG

Mitte September hat P. Poroschenko, Präsident der Ukraine durch ein Präsidialdekret gegen 105 juristische und gegen 388 natürliche Personen Sanktionen verhangen, wegen angeblichen Aktionen gegen die Ukraine.

Zu den juristischen Personen zählen Unternehmen, Banken, Institutionen und einige russische Organisationen und Institutionen.

Zu den natürlichen Personen zählen hauptsächlich Politiker von Russland, aber auch Abgeordnete, Journalisten, Juristen aus anderen Ländern, unter denen auch folgende Genossen: Sotiris Zarianopoulos, Europaabgeordneter der KKE, Giorgos Lamproulis, Abgeordneter der KKE, und Giorgos Manganas, Kader der KKE.

Die Kader der KKE waren nach einer Einladung der „Volksrepubliken“ von Donbass als „Beobachter“ der Wahlen, die November 2014 dort stattgefunden hatten, dort gewesen.

Die ukrainischen Behörden erheben mit diesem Beschluss gegen die Kader der KKE schwere und unbegründete Vorwürfe, wie unter anderen, die Vorwürfe über Unterstützung des „Terrorismus“ und Aktionen gegen den „nationalen Interessen und territorialen Integrität“ der Ukraine.

Diese unmöglichen Vorwürfe gegen die Kader der KKE werden von den Kräften ausgestoßen, die an die Regierungsmacht mit der Unterstützung der USA und der EU geklettert sind, sogar mit der Unterstützung von faschistischen Kräften.

Den Zerfall der Ukraine bringen aber nicht die Kader der KKE, die wie auch andere staatlichen Personen aus verschiedenen Ländern der Welt als „Beobachter“ bei einem Wahlverfahren anwesend waren, sondern die ukrainischen Behörden selbst. Die ukrainischen Behörden, die sich in einer nationalistischen Halluzination befinden, haben nicht nur durch einen Putsch die vorherige Regierung umgestürzt, sondern auch antifaschistische und sowjetische Denkmäler zerstört und vandalisiert, politische Parteien verboten, unter denen auch die KK, die geschichtliche Wiedergutmachung und Rechtfertigung der ukrainischen Nazis vorgenommen, wie auch Erklärungen für den Beitritt des Landes zu den imperialistischen Unionen der NATO und der EU, wobei sie mit diesen Aktionen den „Laubfall“ ihres eigenen Landes verursachten.

Die KKE beanstandet diesen bestimmten und unmöglichen Beschluss des Präsidenten der Ukraine gegen ihre Kader und fordert die sofortige Aufhebung des Beschlusses.

 

Athen, den 29.09.2015

Das Pressebüro des ZK der KKE

syrien russland

Syrien begrüßt die russischen Luftangriffe auf den IS

Syriens Präsident Bashar al-Assad Syriens Präsident Bashar al-Assad

Damaskus (IRIB) – Die syrische Regierung hat den Militäreinsatz Russlands gegen die IS-Terrormiliz begrüßt. Dies teilte Bouthaina Shaaban, die politische Beraterin des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender BBC mit

Shaban dementierte Behauptungen aus den USA, dass die russischen Kampfflugzeuge auf einige Gebiete in den Städten Hama und Homs Angriffe geflogen hätten, obwohl sich dort  keine Stellungen der IS-Terroristen befinden.

Weiter forderte Shaaban den Westen – insbesondere die USA – auf, ihre Politik gegenüber dem Terrorismus und der Entwicklungen in Syrien zu revidieren.

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